Langzeitarbeitlose als Pflegekräfte!

Die Bundesagentur für Arbeit hat einen neuen Vorstoß gewagt um die Zahl der Arbeitslosen zu senken, Langzeitarbeitslose sollen die Pflege Demenzkranker übernehmen. Das bedeutet, Hilfskräfte übernehmen die Betreuung schwer kranker Menschen, die eigentlich nur durch fachlich geschultes Personal gewährleistet werden kann. Ich frage mich, weshalb ich in 2100 Theorie- und 2500 Praxisstunden zum Kranken- bzw. Altenpfleger ausgebildet werde, wenn ich ohnehin irgendwann durch eine billige Hilfskraft ersetzt werde. Dieser Vorschlag dürfte für aufblitzende Dollarzeichen in den Augen der Betreiber von Alten- und Pflegeheimen gesorgt haben, denn "teure" Fachkräfte dürfen endlich durch "billiges" unausgebildetes Personal ersetzt werden. Ich hoffe, dieser Vorschlag ruft die Pflege- und Patientenverbände auf die Barrikaden, denn in der Betreuung Kranker darf nur ausgebildetem Fachpersonal obliegen, nicht geschulte Kräfte (900 Stunden und ein paar Praktika reichen nicht aus) sollten ausschließlich für Hilfstätigkeiten (Betten machen, Essen austeilen oder Reinigungsarbeiten) eingesetzt werden.

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