Freiheit fürs Saatgut!

Ein Gerichtsurteil, dass nur wenige interessieren dürfte, mich aber umso mehr freut, Saatgut darf nun auch von Landwirten, ohne aufwendiges Genehmigungsverfahren, gehandelt werden.
Was bedeutet das für uns Verbraucher? Vor allem bestimmen nun nicht mehr nur Konzerne wie Monsanto, Bayer oder Syngenta was uns schmeckt und was wir essen, es kommt nicht ausschließlich Allerweltsgemüse in den Handel, auch weniger gewinnträchtige Sorten bekommen eine Chance.
Was bedeutet das für die Umwelt? Die Artenvielfalt bleibt erhalten, “Roundup ready” wächst nicht auf jedem Acker und auch Unkräuter Beikräuter haben ihre Nische.
Was bedeutet das für die Landwirte? Sie sind zukünftig nicht mehr vom “Wohl oder Wehe” der Saatgutmafiakonzerne abhängig und können frei entscheiden was bei ihnen wächst. Auch wenn sicherlich die meisten weiter bei Monsanto und Co ordern, so bleibt ihre Freiheit gewahrt.
Was bedeutet das für die Konzerne? Eigentlich nichts, denn ihre Macht wird nur in einem kleinen Teil der Welt geschwächt und hier auch nur auf einem kleinen Markt. Nichtdestotrotz hat dieses Urteil möglicherweise auch einen Effekt auf andere Länder, die bisher nicht den Mut hatten aufzubegehren gegen Konzerne, deren Jahresgewinn ihren Haushalt übersteigt. Ich hoffe!
Alles in allem zeigt dieses Urteil, dass die Industrie uns doch nicht so in der Hand hält, wie sie glaubt und hofft. Einen schönen Gruß an meinen ehemaligen Arbeitgeber, die Bayer AG in Leverkusen.

via SPON

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